Es ist nicht zu wenig Zeit die wir haben 🕰

Sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen! – Sagte einst der römische Philosoph und Schriftsteller Seneca. Es steckt viel Wahrheit in dieser Aussage, andernfalls hätte sie wahrscheinlich nicht die Jahrhunderte überstanden.

Jedem von uns stehen 24 Stunden pro Tag zur Verfügung, das entspricht 168 Stunden pro Woche. Unterstellen wir nun, dass wir durchschnittlich 50 h pro Woche auf der Arbeit und auf dem Weg dorthin beziehungsweise auf dem Rückweg sind, bleiben uns noch 118 Stunden pro Woche. Ziehen wir davon noch 8 Stunden Ruhe und Schlaf pro Nacht ab, bleiben uns immer noch 62 Stunden pro Woche übrig. Wer weniger arbeitet, nicht so weit zu Arbeit hat oder mit weniger Schlaf auskommt, dem bleibt natürlich entsprechend mehr Zeit pro Woche.

Um unsere Einkäufe zu tätigen und unsere Mahlzeiten zuzubereiten veranschlagen wir mal einen Zeitaufwand von ca. 12 Stunden pro Woche. Dieser Wert variiert natürlich stark, je nach dem was wir zubereiten und wie oft und wie aufwendig wir kochen. Wer frisches Gemüse für kleine Kinder kocht, statt fertige Produkte aus dem Glas zu erwärmen, wird mit 12 Stunden pro Woche wahrscheinlich nicht hinkommen.

Bleiben uns ca. 50 Stunden pro Woche für Haushalt und Familie, Erledigungen und Papierkram, Sport und Freizeit, Erholung und Entspannung. Dem aufmerksamen Leser wird aufgefallen sein, dass dies genau so viele Stunden sind, wie wir für unsere Arbeit kalkuliert haben. Wir beschweren uns immer, wie viel Zeit wir doch mit unserem Job verbringen und dass wir kaum noch Zeit für uns haben, dabei ist die Zeit die wir für unsere privaten Angelegenheiten zur Verfügung haben, genau so viel wenn nicht sogar mehr.

Wir haben also gut 50 Stunden pro Woche in denen wir selbst bestimmt leben können, wir können machen was wir möchten und uns unsere Zeit frei einteilen! Fast Alles was wir in dieser Zeit tun, haben wir uns – mit wenigen Ausnahmen – so ausgesucht. Wenn jemand meint, dass er in 5 Vereinen sein muss und deshalb jeden Feierabend unterwegs ist und darum keine Zeit hat für andere Dinge hat, so ist das seine frei Wahl! Niemand muss solch ein zeitaufwendiges Vereinsleben führen! Die Zeiten ändern sich permanent, sodass du auch permanent deine Prioritäten aufs neue festlegen solltest. War deine Tätigkeit im Musikverein vor ein paar Jahren noch deine Lieblingsbeschäftigung oder die Mitgliedschaft im Fußballclub deine Erfüllung, so ist dir heute vielleicht die gemeinsame Zeit mit deiner kleinen Tochter am wichtigsten. Priorität Nummer 1 ist jetzt der Nachwuchs und der Musikverein, sowie der Fußballverein müssen hinten anstehen. Kümmere dich nicht darum was die anderen denken oder sagen! Nur du alleine bestimmst was du in deiner Freizeit machst, nicht dein Trainer und auch keiner deiner Vereinskollegen!

Es ist deine Zeit und sie kommt nie wieder, einmal verschwendet ist diese unwiederbringlich verstrichen!

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