Mehr selbstbestimmt leben! ­čśÇ

Es ist deine Zeit und nur du allein solltest dar├╝ber bestimmen! Leider erfahren wir in unserem Alltag viel zu oft genau das Gegenteil, wir werden andauernd fremdbestimmt. Nicht nur bei unserer Arbeit, sondern auch immer h├Ąufiger in unserer vermeintlichen „Freizeit“.

Wer au├čer der eigenen Familie, bestimmt sonst noch alles ├╝ber eure freie Zeit? Der Trainer erwartet von euch, dass ihr zum Training kommt. Unsere Vereinskollegen erwarten, dass wir zu den Treffen erscheinen. Der Dirigent verlangt von uns, dass wir zur Probe erscheinen. Freunde wollen sich mit uns treffen, die Gro├čeltern und unsere Eltern warten auf unseren Besuch. St├Ąndig sind irgendwelche Treffen, Besprechungen oder irgendwer fragt uns um Hilfe.

All dass neben unserer Arbeit und unserem Familienleben, kostet eine Menge Zeit – unsere Zeit! So ist nicht nur der Tag sondern auch die Woche, das Wochenende und sogar der Monat und das Jahr schnell rum. Was bleibt, sind oft nur die eigenen unerledigten Vorhaben, Pl├Ąne und Ziele. Irgendwie hat alles andere immer Vorrang, nur um den Anderen gerecht zu werden. Immer wieder bleiben die eigenen Interessen dabei auf der Strecke. Nur nicht NEIN sagen, man m├Âchte schlie├člich niemanden entt├Ąuschen oder sich vielleicht sogar unbeliebt machen.

Nat├╝rlich haben wir uns selbst die Vereine ausgesucht in denen wir t├Ątig sind, wir treiben gerne Sport und lieben es Zeit mit unseren Freunden zu verbringen. Bei vielen kommt es mir jedoch so vor, als w├Ąren Ihnen Ihre Freizeitaktivit├Ąten l├Ąngst ├╝ber den Kopf gewachsen. Mit der Zeit f├╝hren zahlreiche Ver├Ąnderungen dazu, dass so manche Freizeitbesch├Ąftigung die zur Abwechslung im Alltag und zum Spa├č begonnen wurde, sich ├╝ber die Jahre in Arbeit und Stress verwandelt hat. Mit zunehmendem Alter kamen eventuell weitere Interessen und weitere Vereine dazu, man bekam mehr Verantwortung ├╝bertragen und der Spa├č wurde allm├Ąhlich zur Pflicht.

Wollte man zu Beginn als Kind vielleicht nur einmal pro Woche mit Gleichaltrigen auf dem Fu├čballplatz rennen, toben und spielen, ist daraus ├╝ber die Jahre vielleicht unbemerkt ein gro├čer Zeitfaktor voller Stress und Fremdbestimmung geworden. Vom Bambini ist man l├Ąngst zu den A-Junioren aufgestiegen, diese trainieren zweimal pro Woche und dass dreimal so lange wie die Kleinen. Dazu kommen dann noch die Spiele am Wochenende – die zumeist ausw├Ąrts stattfinden. Eventuell begleitest du gar noch ein zus├Ątzliches Amt wie zum Beispiel Jugendtrainer, Kassenwart oder Vorstandsvorsitzender des Fu├čballvereins. Was irgendwann einmal als 45-min├╝tige Abwechslung im Alltag begonnen hat, beansprucht mittlerweile eventuell 8 Stunden oder gar mehr deiner kostbaren freien Zeit pro Woche.

Bitte versteht mich richtig: Ich habe nichts gegen aktive und engagierte Vereinsmitglieder irgendeines Vereines. Im Gegenteil: Ich freue mich f├╝r jeden dem sein Hobby Spa├č macht.

Was ich mit meinem zuf├Ąlligen Beispiel – f├╝r dass hier stellvertretend der Fu├čballverein herhalten musste – verdeutlichen m├Âchte, ist das zunehmende Ma├č mit dem wir fremdbestimmt leben. Wer hat in der vergangenen Woche alles ├╝ber deine Zeit bestimmt?Wolltest du dass, was du in deiner „Freizeit“ alles getan hast, auch wirklich gerne machen? Ist dass was du heute tust, wirklich dass, was du mit deiner kostbaren Zeit anfangen m├Âchtest? Ich m├Âchte dich hiermit lediglich dazu anregen, dich immer wieder selbst zu fragen: Macht es mir immer noch Spa├č, womit ich meine wertvolle Zeit verbringe oder m├Âchte ich nur nirgends anecken und den anderen Menschen in meinem Umfeld gerecht werden?

Vergiss nie: Es ist deine Zeit und du solltest so viel du kannst selbst dar├╝ber bestimmen! Einmal verschwendete Zeit, ist unwiederbringlich verstrichen!

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