Archiv für den Monat Juli 2016

Schneller kochen Teil 2

Nachdem ich vergangene Woche über die Grundlagen und Voraussetzungen für eine schnelle Essenszubereitung berichtet habe, möchte ich diese Woche ein schnelles und einfaches Rezept vorschlagen.

Bereits bei der Auswahl des Gerichts, stellt man die Weichen wie viel Zeit man in der Küche verbringen wird. Nichts gegen Omas Sauer- oder Schmorbraten, aber wer von uns hat schon so viel Zeit, einen solchen komplett selbst zuzubereiten? Heutzutage muss meist etwas Schnelleres her.

Es gibt tausende von Rezepten und Kochtipps im Netz, besonders gut gefallen mir hier die so genannten „onepot Rezepte“. Diese sind nicht nur schnell zubereitet, sondern sparen auch noch Zeit und Energie, da sie nur einen einzigen Topf benötigen und somit weniger Abwasch produzieren.

Mein Favorit ist die „One Pan Pasta“

Man nehme:

– Einen Topf bzw. eine große Pfanne mit hohem Rand

(Anm: Man braucht keine 3 l Wasser von denen man nach dem kochen 2 Liter sowieso wieder wegschüttet, je weniger Wasser desto schneller kocht es)

– seine Lieblings-Nudeln

– etwas Gemüse wie z.B. Tomaten, Zucchi, Zwiebeln, etc.

– je nach Geschmack kann man auch Mais, Erbsen oder Bohnen hinzufügen (allerdings keine getrockneten)

Pro 250 g Nudeln ca. 750 ml Wasser (je nach Größe des Topfes/der Pfanne) zusammen mit den Nudeln und dem gestückelten Gemüse, ein paar Kräutern in den Pott geben. Zum Schluss noch etwas mit Pfeffer, Salz, Brühe und Olivenöl würzen und für ca. 10 min köcheln lassen.

Wer es gerne mit etwas Sauce hat, kann auch noch je nach Gusto: Koch-Sahne, Crème Fraîche, Kokosmilch, Schmand oder ähnliches hinzugeben.

In einigen onepot-Rezepten wird auch Fleisch- oder Fisch in kleine Stücke geschnitten und mit in den Topf gegeben.

Es wird oft behauptet, dass man das Salz immer erst ins kochende Wasser geben soll, da Salzwasser einen höheren Siedepunkt als Süßwasser hat. Jedoch ist dieser Effekt für uns in der Küche vernachlässigbar, da es hier nur um wenige Sekunden geht. Wer beim Kochen selbst nochmals Zeit sparen will, dem empfehle ich wärmstens einen Deckel zu benutzen!

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Schneller kochen Teil 1

Keine Sorge, bei diesem Blog-Post geht es weder um die 5-Minuten Nudel Tasse noch um sonst irgendein Schnellgericht. Es geht auch nicht um die Zeitverschwendung bei der langwierigen Entscheidungsfindung, was denn heute gekocht bzw. gegessen werden soll – dass kommt in einem späteren Post. Viel mehr gebe ich Tipps, wie man ohne großen Zeitaufwand ein schmackhaftes und gesundes Essen zaubert – selbst gemacht! Diese Woche geht es um die Grundlagen und Vorbereitung, damit es in der Küche auch rund läuft.

Die Vorzüge des selbst Kochens sind klar: es ist bei einer kompletten Mahlzeit (zumindest in Deutschland) meist günstiger als außer Haus zu essen, man weiß genau was drin ist und man kann es genau nach dem eigenen Geschmack zubereiten.

Um nicht jedes mal vor dem Kochen extra einkaufen gehen zu müssen, sollte man Vorräte für mindestens 4-5 Gerichte ständig im Haus haben.

Zum Beispiel:

Lange haltbare Sättigungsbeilagen wie: Nudeln, Reis, Couscous, Klosteig, etc.

Gemüse wie: Mais, Erbsen, Bohnen, Pilze, Linsen, etc.

und als Beilage: Gemüsebratlinge, Fisch (tiefgefroren), Reibekuchenteig, etc.

Frische Zutaten wie: Paprika, Tomaten, Gurke, Eier, Zwiebeln, Käse, etc. sollten sich problemlos eine Woche halten, sodass man diese auch nur ca. einmal pro Woche besorgen muss. Wer diesen Grundstock an Lebensmitteln im Haus hat, kann damit schon einiges auf die Schnelle zaubern ohne immer extra kaufen zu müssen.

Fleisch ist leider etwas unflexibel, da man dieses immer frisch kaufen sollte, da Auftauen zu lange dauert oder man auf stark konservierte Ware zurückgreifen muss. Wer jedoch auf Qualität achtet, kauft entweder frisch oder verzichtet auf Fleisch, wenn er seine Zeit jetzt nicht fürs einkaufen opfern möchte.

Seine Küchenutensilien und Vorräte sollte man sinnvoll verstauen und die am häufigsten benötigten Dinge immer griffbereit haben. Selbst wer wenig Platz hat und deshalb z.B. seine Töpfe ineinander stapeln muss, hat einen Topf und eine Pfanne die am häufigsten verwendet werden. Diese sollten im direkten Zugriff sein, ohne dass man vorher noch drei andere Töpfe in die Hand nehmen muss. Mein Schneidebrett mit Schüssel und zwei Messern stehen immer breit, und müssen nicht erst ganz unten aus einem Schrank geräumt werden. Pfannenwender, Schneebesen und Kochlöffel stehen direkt neben dem Herd und müssen so nicht in einer Schublade gesucht werden.

Apropos Suchen, wer für sein Gericht doch einmal einen nicht alltäglichen Küchenhelfer benötigt, sollte sich diesen frühzeitig bereit legen und den Crêpes-Wender nicht erst suchen wenn der Crêpes bereits dringend gewendet werden muss.

Auch die Standard-Gewürze sowie ewas Öl sollten schnell erreichbar sein, ohne dass man in irgendwelchen Schränken oder Schubladen mühsam danach suchen muss.

Allgemein gilt: 

Die Küche sollte so eingeräumt sein, dass die Dinge die am häufigsten benötigt werden, auch am besten und schnellsten zu erreichen sind.

Was am längsten kochen bzw. garen muss, wird natürlich zuerst angestellt!

Muss etwas ruhen, quellen oder gehen, sollte dieser Prozess dem entsprechend zeitig eingeplant werden.

Arbeitet man nach einem Rezept, so sollte dieses grundsätzlich vorab komplett durchgelesen werden, um etwaigen Überraschungen aus dem Weg zu gehen.

Wer sich gut in der Küche organisiert, kann damit wohl die meiste Zeit sparen!

Eisenhower-Prinzip 

Nachdem wir in der vergangenen Woche den Unterschied zwischen „wichtig und dringend“ geklärt haben, möchten wir uns dieses Wissen nun bei der Priorisierung von Aufgaben zu Nutze machen. Hierzu verwenden wir eine gängige Zeitmanagement-Methode mit dem Namen Eisenhower-Prinzip oder auch Eisenhower-Matrix. Benannt wurde diese Methode nach dem 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Dwight D. Eisenhower. Dieser war einst Alliierten-General der US Streitkräfte und hatte in dieser Funktion viele Entscheidungen zu treffen. Ob er die besagte Matrix jedoch selbst nutzte ist nicht wirklich sicher. Fakt ist, dass General Eisenhower wichtige und auch dringende Entscheidungen fällen musste. Weniger wichtige Entscheidungen, die dennoch dringender Erledigung bedurften, delegierte er bestimmt an seinen Mitarbeiterstab. Wohingegen er sich wichtigen Aufgaben die nicht dringend waren, zu einem späteren Zeitpunkt widmen konnte. Was übrig bleibt, sind Aufgaben die weder dringend noch wichtig waren, womit sich ein oberkommandierender General mit Sicherheit nicht rumschlagen würde.

Das Eisenhower-Prinzip zielt darauf hin, seine anstehenden Aufgaben zunächst zu kategorisieren und mit Hilfe der Matrix auch zu priorisieren, um zu entscheiden womit man sich als nächstes beschäftigt. Sind die Aufgaben erst einmal den vier Kategorien der Matrix zugeordnet, können diese nach der Eisenhower-Priorisierung abgearbeitet werden.

Wichtig und dringen 

Beispielsweise: Jemandem Erste Hilfe leisten

sofort selbst erledigen

Wichtig aber nicht dringend

Beispielsweise: Sport machen/etwas für seine Gesundheit tun

zu einem späteren Zeitpunkt selbst erledigen


Dringend aber nicht wichtig

Beispielsweise: viele Telefonate/Beantworten der meisten Mails

sollten zwar zeitnah, aber von jemand anderem erledigt werden (delegieren)


Weder wichtig noch dringend

Beispielsweise: Teilnahme an Umfragen/Gewinnspielen

müssen im Zweifelsfall überhaupt nicht bearbeitet werden

Da dringende Aufgaben selten wichtig und wichtige Aufgaben selten dringend sind, sollte man folgendes unbedingt beachten:

Um zu vermeiden, dass sich dringende Aufgaben ständig in den Vordergrund drängen sollte man beim kategorisieren sein Augenmerk primär auf den Aspekt der Wichtigkeit legen.

Geht man seine Arbeiten nach dem Eisenhower-Prinzip an, hat man eine gute Chance sich auf die Aufgaben zu fokussieren die einen weiterbringen und seine Zeit nicht mit unwichtigen Dingen zu verschwenden.

Wichtig oder dringend – was ist eigentlich der Unterschied?

Wichtig oder dringend? Wer selbstbestimmt arbeitet und seine Aufgaben und Tasks priorisiert, muss hier ganz klar unterscheiden können! Welche meiner Aufgaben ist wichtig und welche ist dringend!

Eine Aufgabe ist wichtig, wenn: sie der Erreichung meiner persönlichen Ziele oder der meiner Unternehmung dient. Sie ist meistens langfristig und wenn ich sie nicht bearbeite, hat dies weitreichende Konsequenzen. Die Erledigung dieser Aufgabe bringt mir in irgendeiner Art und Weise einen Vorteil oder beseitigt einen Nachteil. Im Umkehrschluss gilt, eine Aufgabe die mich keinem meiner Ziele näher bringt, als unwichtig!

Eine Aufgabe ist dringend, wenn: ein Datum oder gar eine Uhrzeit damit verbunden ist, oder sie aus irgendeinem Grund kurzfristig erledigt werden muss. Dringende Aufgaben dulden keinen Aufschub und müssen zeitnah angegangen werden. Dringend ist ganz klar zeitlich zu sehen, hier bringt mir die Erledigung einen einmaligen Nutzen.

Im Allgemeinen gilt, dass dringende Aufgaben selten wichtig und wichtige Aufgaben selten dringend sind.

Um hier einfach unterscheiden zu können, ob eine Aufgabe wichtig ist, stelle ich mir die Frage ob etwas für mich auf dem Spiel steht, sollte ich die Aufgabe einfach nicht erledigen. Hat es schwere Konsequenzen wenn ich in dieser Angelegenheit nichts unternehme? Diese Fragestellung ist stets auf den eigenen Nutzen bezogen, Vorteile die Andere daraus ziehen, werden hierbei nicht berücksichtigt.

Hier ein paar Beispiele:

wichtig 

– manche E-Mails

– einige Telefonate

– zwischenmenschliche Beziehungen

– persönliche Entwicklung

– Work-Life-Balance
dringend 

– Erste Hilfe

– Fristen einzuhalten

– Probleme lösen die mit der Zeit schlimmer/größer werden

– Pausen machen

– jemand benötigt kurzfristig etwas von ihnen
In der kommenden Woche geht es dann um die genauere Priorisierung unserer Aufgaben unter Zuhilfename der Eisenhower-Matrix.