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Eat the frog first!

Essen sie gleich morgens früh einen lebendigen Frosch!

Das ‚Eat the frog first‘ Prinzip! Doch keine Angst, niemand wird hier aufgefordert Frösche zu essen oder in irgendeiner anderen Art und Weise gegen die Bundesartenschutzverordnung zu verstoßen – in Deutschland dürfen Frösche weder gefangen noch verletzt oder gar getötet werden. Selbige lebendig zu verspeisen, ist somit streng verboten. Doch worum geht es dann?

Der US-Amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat einmal folgendes gesagt:


If it’s your job to eat a frog, it’s best to do it first thing in the morning.

And If it’s your job to eat two frogs, it’s best to eat the biggest one first.

Mark Twain

Frei übersetzt:

Wenn eine deiner Aufgaben darin besteht einen Frosch zu essen, ist es am besten dies gleich als erstes am Morgen zu erledigen. Ist es deine Aufgabe zwei Frösche zu essen, iss den dickeren zuerst.

Der Eine oder Andere der das ‚eat the frog first‘-Prinzip, beziehungsweise diesen Spruch bisher noch nicht kennt, hat jetzt vielleicht eine Idee um was es dabei geht. Wir alle haben unliebsame Aufgaben zu erledigen, oft sind es genau diese die wir vor uns herschieben (siehe Prokrastination). Wir müssen die ganze Zeit daran denken, dass wir diese eine Arbeit, die wir so ungern machen, immer noch erledigen müssen. Wir versuchen sogar andere Arbeiten zu finden um diese der Verhassten vorzuziehen. Doch es hilft Alles nichts, wir müssen es tun! Wir müssen die Aufgabe jetzt angehen! Für Mark Twain mag es wohl zu den schlimmsten und ekligsten Sachen gehört haben – die er sich vorstellen konnte tun zu müssen – einen lebendigen Frosch zu essen. Warum sonst sollte er dieses Sinnbild für seinen Ausspruch gewählt haben? Einen lebendigen Frosch zu essen, steht hier also sinnbildlich für eine unliebsame Aufgabe, die einen eine gehörige Portion Überwindung kostet. Vielleicht hast du schon einmal davon gehört, dass unsere Willenskraft begrenzt ist. Dies ist auch mit der Grund dafür, dass wir gegen Abend, neben Müdigkeit auch oft eine gewisse Antriebslosigkeit verspüren. Wir können uns nicht so leicht aufraffen etwas zu tun und es fällt uns schwerer eine Entscheidung zu fällen. Man kann sich unsere Willenskraft in etwa wie einen Muskel vorstellen. Wurde dieser den Tag über viel beansprucht, ist er abends müde und es fällt umso schwerer ihm noch mehr abzuverlangen. Daher ist es ratsam, die Dinge die einen ohnehin schon eine Menge Überwindung kosten, möglichst morgens zu erledigen. Morgens ist unsere Willenskraft noch frisch und kaum beansprucht, jetzt fällt es uns am leichtesten unerfreuliche Tätigkeiten zu erledigen. Je länger wir diese Sache vor uns herschieben, desto schwieriger wird es uns Fallen sie anzugehen. Es gilt also: eat the frog first! Danach hast du anstatt der Last dieser schlimmen noch zu erledigenden Aufgabe, jetzt stattdessen folgende positive Gedanken in deinem Kopf: Wenn du heute bereits etwas derart widerliches überstanden hast, kann dich kaum mehr etwas abschrecken. Schlimmer kann es danach wohl nicht mehr werden, ab jetzt wird alles besser oder zumindest einfacher.

Im Gegensatz zum MIT, wo man gleich zu Beginn des Tages die für heute wichtigste Aufgabe zuerst erledigt, geht es bei ‚eat the frog‘ darum, direkt morgens die wahrscheinlich übelste, unangenehmste Aufgabe des jeweiligen Tages zu eliminieren. Hintergrund ist folgender Gedanke: ist diese uns belastende Aufgabe erst erledigt, können alle Anderen Tasks nur noch besser werden. Hat man also gleich am Morgen „den Frosch“ der Redewendung gegessen, werden einem alle weiteren anstehenden Arbeiten des Tages, leicht fallen. Hat man an diesem Tag übrigens zwei schwierige Aufgaben anstehen, sollte man die schwierigste zuerst erledigen. Im Anschluss scheint einem die restliche Arbeit immer leichter zu fallen. Hier nochmal abschließend kurz und knackig 3 gute Gründe warum du die unangenehmste Aufgabe des Tages nach Möglichkeit direkt morgens erledigen solltest:

  1. morgens ist deine Willenskraft noch am größten
  2. der psychologische Effekt dass dir die verbleibenden Aufgaben leichter fallen
  3. du belastest dich nicht ständig damit, immer noch diese unangenehme Sache erledigen zu müssen. (Stichwort: Prokrastination)
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7 Tipps wie du Prokrastination entgegenwirken kannst!

Heute erhältst du 7 Tipps wie du Prokrastination entgegenwirken kannst! Was ist Prokrastination? Ich wette auch du kennst Sie und bist zumindest gelegentlich davon betroffen! Prokrastination lat. „procrastinare“ bedeutet so viel wie vertagen, „pro“ = für und „cras“ = morgen. Besser bekannt unter dem umgangssprachlichen Begriff: Aufschieberitis. Gleichwohl jeder einmal davon betroffen ist, trifft es uns unterschiedlich schwer. Prokrastination reicht von einer schlechten Angewohnheit bis zu einer krankhaften Arbeitsstörung. Damit es erst gar nicht so weit kommt, erhältst du hier ein paar Tipps wie du Prokrastination vorbeugen kannst.

Einer der häufigsten Gründe warum man gewisse Aufgaben aufschiebt, ist ein zu großer Arbeitsaufwand diese zu bewältigen. Deshalb sollte man versuchen, große Aufgaben nach Möglichkeit in Kleinere aufzuteilen. Beispiel Ablage: Ablage ist weder wichtig noch dringend daher ist sie das Paradebeispiel für eine Tätigkeit die man auch aufschieben kann. Steht erst einmal ein Ablagefach mit einem 20 cm hohen Papierstapel vor einem, ist es klar, dass man diesen nur wiederwillig bearbeiten wird. Diesen ordentlich abzulegen würde ca. 2 Stunden dauern, Zeit die man nur äußerst ungern für so etwas opfert. Teilt man diese Arbeit jedoch auf, und Arbeitet bis zur Vollendung nur ca. 15 min am Tag daran, ist die Überwindung, endlich mit der Ablage zu beginnen, wesentlich geringer.

Platz zwei warum eine Arbeit gerne verschoben wird, ist wohl die Unliebsamkeit ihrer Erledigung. Wer beispielsweise nicht gerne putzt, findet leicht mehrere Gründe warum das Putzen wohl noch warten muss, nicht selten wird eine andere Arbeit als notwendiger eingestuft. Vermeide es andere vermeintlich wichtigere Aufgaben deinem ursprünglichen Vorhaben vorzuziehen. Wenn es dir hilft, fertige eine todo-Liste an, damit du siehst welche Arbeiten noch offen sind. Natürlich darfst du bei dieser Methode nicht ständig neue Punkte hinzufügen und diese dann wiederum dem Unliebsamen vorziehen.

Wer an schriftlichen Arbeiten (Ausarbeitung, Facharbeit, Bachelorarbeit, etc.) arbeiten muss, sieht leicht schon mal wie schmutzig das Fenster ist, oder wo dringend Staub gesaugt werden muss. Deshalb solltest du bei solchen Tätigkeiten jegliche Ablenkung vermeiden und nur das nötigste Arbeitsmaterial vor dir haben. Setze dir ein Zeitlimit in dem du nichts anderes machst, als an deiner Arbeit zu schreiben. Siehe Pomodoro-Methode.

Ein weiterer Grund für ein Aufschieben ist fehlende Willenskraft oder Motivation. Hat man sich zum Beispiel vorgenommen endlich einmal regelmäßig Sport zu machen, kann sich aber irgendwie nicht aufraffen die Sportschuhe anzuziehen, ist es ratsam Verbindlichkeiten zu schaffen, verabrede dich zum Sport! Hast du einem Freund versprochen mit ihm laufen zu gehen, fällt es schwerer das Laufen weiter aufzuschieben. Bei anderen Tätigkeiten, die nicht dazu geeignet sind gemeinsam ausgeführt zu werden, kann es zum Beispiel schon helfen, jemandem der dir nahe steht von deinem Vorhaben zu erzählen.

Solltest du dazu tendieren, zu prokrastinieren weil du kreativ sein musst und dir einfach keine Ideen kommen oder du eine Schreibblockade hast, mach eine kleine Pause von ca. 30 min in der du an etwas anderes denkst und dich an einen anderen Ort begibst. Die neue Location verschafft dir neue Eindrücke und optische Reize welche dir wieder neue Ideen bringen. Setze deine Arbeit jetzt unbedingt fort!

Jeder kennt zahlreiche Gründe etwas nicht zu tun, diese übersteigen Zahlenmäßig oft schnell die Anzahl der Gründe warum man etwas tun sollte und schon lässt man es bleiben. Ob zu müde zum Lernen, oder zu spät zum Staubsaugen. Besser kein Fahrrad fahren oder Auto waschen, es könnte regnen. Heute fühle ich mich nicht ganz wohl, ich glaube ich bekomme Kopfschmerzen oder ich glaube ich werde krank. Hör auf dir selbst Ausreden vorzugaukeln und zieh es einfach durch!

Heute nicht! Ist ebenfalls kein Grund eine Arbeit zu verschieben. Wer immer nur auf den richtigen Moment wartet um mit etwas anzufangen, wird wohl möglich ewig warten. Strebe nicht nach Perfektion, denn morgen geht es auch nicht besser. (Siehe Pareto-Prinzip) Konzentriere dich auf das wesentliche und leg los. JETZT!